Ardis Archaeology - Mag. Karsten Wink

Bludenz (April-Mai)

Archäologische Grabungen in Bludenz

 

Am 20. April beginnen archäologische Grabungen auf dem weiten Areal des so genannten 'Kleinen Exerzierplatzes' in Bludenz. Dieser Fundort ist schon seit langem bekannt und wurde zum einen in den Dreißiger Jahren von Herrn Dir. Adolf Hild und zum anderen 2006 von Herrn Karsten Wink im Zuge des Neubaus des Sozialzentrums, untersucht.

Grabungen 2009:
Die ersten Arbeitsschritte bestanden darin, den Straßenbelag und die obersten rezenten Schichten zu entfernen und abzutragen. Darunter ließen sich flächenendeckend die Reste der alten Bunkeranlagen feststellen, die nach einer archäologischen Dokumentation nun abgerissen werden. Trotz dieser Störungen ließen sich schon vereinzelt - derzeit wohl noch als verlagerte anzusprechende- schwarze Schichten und prähistorische Funde ergraben.

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Grabungen 2006:
Während die obersten eisenzeitlichen Schichten im Zuge des Zweiten Weltkrieges der Errichtung mehrerer Bunker und Militärbauten zum Opfer gefallen waren, ließen sich in tieferen Bereichen noch zwei bronzezeiltliche Siedlungshorizonte ergraben, die in die späte und mittlere Bronzezeit datieren. Von den einstigen Wohnbauten blieben Feuerstellen, Herdgruben, Trockenmauerfluchten und Pfostenlochreihen erhalten. Das Fundmaterial streut von Keramiken des alltäglichen Gebrauchs hin zu einzelnen aufwendig verzierten und fein gemagerten Stücken, Tracht- und Schmuckelementen aus Bronze, Stein- und Knochenartefakten sowie einer größeren Anzahl von Knochenresten mit Schnitt- und Hackspuren, die von den Speiseabfällen herrühren.

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Grabungen 1937/38:
Der älteste Siedlungskern dieser Grabungen datiert in das 13./12. Jh. v. Ch. Von ihm zeugen Herdstellen, Pfostenlöcher und mehrere Trockenmauern. Auf diese Siedlungsphase folgt getrennt von einer Vermurungsschicht, eine vollkommen anderer Nutzungshorizont, nämlich der als Gräberfeld. Von hier stammen fünf Urnengräber des ausgehenden 2. Jahrtausends v. Chr. Zu Beginn des 1. Jahrtausends wird das Areal wieder besiedelt und für die Eisenzeit lassen sich zwei Siedlungsperioden ausmachen.

 
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Salzburg, 12-14 Januar 2012

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